Gesundheit Vitamin-D Mangel im Winter

15. November 2021 – S. Bundt
Frau im Winter vor verschneiten Bäumen
Im Winter bekommt der Körper oft wenig Sonnenlicht ab, wodurch es zu Vitamin-D Mangel kommen kann. © Jeremy Chen - Unsplash

Vitamin-D ist ein Vitamin welches viele positive Auswirkungen auf unsere Knochen, unseren Blutdruck und auf das Diabetesrisiko hat. Das Vitamin ist ein wichtiger Bestandteil für ein intaktes Immunsystem. Der menschliche Körper kann selbst Vitamin-D herstellen, wenn er regelmäßig eine gewisse Menge an Sonnenlicht abbekommt. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten ist genau das nicht der Fall. Eine Studie der American Society for Nutrition hat im Jahr 2016 ergeben, dass etwa die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen einen Mangel an Vitamin-D haben. 


Welche Folgen birgt ein Vitamin-D Mangel?

Bei einem akuten Mangel an Vitamin-D können Symptome wie Müdigkeit, Stimmungsschwankungen oder auch Erkältungserscheinungen auftreten. Bei ständigem Vitamin-D Mangel sind sogar chronische Erkrankungen möglich; wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes und Osteomalazie (Knochenerweichung), bei Kindern Rachitis genannt.

Schwangere und Personen über dem 50sten Lebensjahr sollten ihren Vitamin-Haushalt besonderes gut im Auge behalten, da sich bei ihnen schwerwiegende gesundheitliche Probleme einschleichen könnten.


Woher weiß ich, dass ich einen Vitamin-D Mangel habe?

Selbstständig lässt sich ein solcher Mangel nur sehr schwer feststellen. Die oben genannten Symptome treten schleichend auf und werden häufig nicht in Verbindung mit Vitamin-D gebracht. Über eine Blutprobe beim Arzt kann das Blut auf Vitamin-Mängel untersucht werden.

Laut der German Nutrition Society (DGE) liegt ein adäquater Vitamin-D-Wert bei Erwachsenen über 50 Nanomol pro Liter Blut. Ein Mangel ist demnach bei unter 30 Nanomol pro Liter Blut erreicht. Ein so niedriger Wert ist zum Glück relativ selten.


Wie versorge ich meinen Körper in den sonnenarmen Monaten mit ausreichend Vitamin-D?

In den Frühlings- und Sommermonaten reichen bereits 15 bis 30 Minuten aus, in denen man sein Gesicht, die Hände und die Unterarme der Sonne entgegenstreckt. Somit reicht meistens ein kurzer Spaziergang mit einem T-Shirt schon aus, um gut mit Vitamin-D versorgt zu sein. Das geht in den kälteren Monaten nicht.

Um auch in den anderen Jahreszeiten gut versorgt zu sein, muss nicht direkt zu fertigen Präparaten gegriffen werden. Es gibt einige Lebensmittel, in denen Vitamin-D enthalten ist. Beispielsweise in Fettfischen wie z. B. Lachs, Makrele und Hering. Etwas weniger von dem kostbaren Vitamin ist in Leber, Eigelb, Käse, Butter und in manchen Pilzen zu finden. In Margarine ist auch Vitamin-D enthalten, allerdings wird diese extra mit dem Sonnenvitamin angereichert. Als vegane Alternative können Pilze oder Avocados dienen.


Ab wann sollte man zu Präparaten greifen?

Die rezeptfreien Präparate gibt es in der Apotheke zu kaufen. Empfohlen werden diese meistens Risikopatienten. Zu dieser Risikogruppe gehören zum Beispiel Menschen ab 65 Jahren, Säuglinge und Menschen mit akutem Vitamin-D Mangel.



Sie haben Fragen rund zu Vitamin-D Mangel? 
Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne!

Bildnachweis Titelbild: © Jeremy Chen - Unsplash

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